Verhaltens ABC

Tipps für Hundebegrüssung

1. Wünsche ich eine Kontaktaufnahme mit einem Hund, verhalte ich mich freundlich.

2. Hunde, die keine Kontaktaufnahme mit mir wünschen und weggehen oder knurren, sind in ihrem Verhalten zu respektieren!

3. Ich drehe meinen Kopf vom Hund weg und schaue zu Boden.

4. Wenn ich sicher bin, dass der Hund freundlich gestimmt ist, gehe ich in die Knie, wende mich ab und lasse den Hund auf mich zukommen. Eine Hand ist ausgestreckt, damit der Hund daran riechen kann.

5. Ich streichle den Hund erst, wenn er bei mir bleibt und sich vielleicht etwas an mich drückt. Ich streichle den Hund immer nur auf der mir zugewandten Seite. Geeignete Stellen sind: unter dem Kinn, seitlich an der Schulter und an der Brust. Geht der Hund nach der Beschnupperung sofort wieder von mir weg, will er keine weitere Kontaktaufnahme. Das ist zu respektieren!

6. Hunde, egal ob fremde oder befreundete, wollen nicht immer geknuddelt werden! Auch Hunde können mal eine schleche Laune haben oder Schmerzen und das ist immer zu respektieren.

Umgang mit Hunden

Es gibt kein Zaubermittel, dass Hunde nicht merken, dass man Angst vor ihnen hat. Sehr wohl kann man aber ein freundliches Verhalten zeigen, dass dem Hund mitteilt, dass man ihn nicht bedrängen möchte. Hunde unter sich wenden dies ebenfalls an, um Aggressionen und Konfrontationen zu vermeiden.

Es kann sein, dass Hunde trotz deines freundlichen Verhaltens Probleme machen und vielleicht sogar beissen. Das sind Hunde, die schon manche negative Begegnung erlebt haben. Vergiss nie, dass Hunde prinzipiell freundlich sind, wenn sie nicht vom Menschen anders geprägt worden sind!

Tipps für Wanderer

1. Bei Begegnungen mit Hunden ist es ratsam, ein zurückhaltendes, freudliches Verhalten zu zeigen. Sobald ein Hund in Sicht ist, stecke ich meine Hände in die Hosen- oder Jackentaschen. Ich drehe bewusst langsam und auffällig meinen Kopf vom Hund weg. Ich bin schweigsam und beobachte allenfalls den Hund nur aus den Augenwinkeln.

2. Ich gehe entspannt in normalem Tempo weiter. Ich gehe einen Bogen um den Hund. Wenn nur wenig Platz ist, drehe ich wenigstens meinen Oberkörper vom Hund ab und versuche, einen kleinen Bogen zu gehen.

3. Auch wenn der Hund einen Bogen um mich macht und sich von hinten nähert, lass ich mich nicht von meinem Weg abbringen. Ich bedenke, dass der Hofhund meist zur Treibarbeit eingesetzt wird und es somit seine Art ist, sich von hinten zu nähern.

4. Ich gehe schweigend in normalem Tempo weiter. Ich blicke vom Hund weg nach vorne, wo mein Weg weierführt.

Hundesprache

Wenn man Angst vor Hunden hat, hilft oftmals, wenn man sich mit der Hundesprache vertraut macht. Es sind meist Missverständnisse, die daraus resultieren, dass der Mensch immer aus seiner Sichtweise urteilt.

1. Ein Hofhund ist nicht hinterhältig, wenn er von hinten kommt. Er erledigt so seine Treibarbeit am Vieh. Ausserdem kann er so unseren Duft besser riechen. Freundlich gemeinte Begrüssungen unter Hunden erfolgen in der Regel nie frontal!

2. Hunde, die knurren sind nicht böse oder aggressiv, sondern fordern einzig mehr Distanz. Dies sollte respektiert werden und die Situation so verändert werden, dass der Hund nicht mehr knurren muss. Knurren ist für den Hund ein Notsignal. Wer seinem Hund das Knurren "abtrainiert" und nichts an der Situation ändert, erreicht damit nur, dass der Hund vor einem Angriff eben nicht mehr knurrt!

3. Wenn wir zufrieden und fröhlich sind, lachen wir. Wenn wir einem Hund freundlich lächelnd die Zähne zeigen, kann er das bereits als ernst gemeinte Drohung auffassen.

Die Hunde lernen im frühen Welpenalter mit den Situationen richtig umzugehen. Wenn sie diese Möglichkeiten nicht erhalten, kann es zu Verhaltensstörungen kommen, weil sie es einfach nicht anders gelernt haben. Einiges können diese Hunde später noch lernen, aber eben nicht alles und es ist ganz wichtig, dass wir Menschen den nötigen Respekt vor dem besten Freund "Hund" nie vergessen, denn der Hund ist auch heute noch mit tödlichen Wafen ausgestattet, obschon es zum Glück Ausnahmen sind, wo wirklich jemand ernsthaft zu Schaden kommt.

Vergesst aber nie, dass ihr nie davon springen dürft wenn euch ein Hund Angst macht, den damit erweckt ihr in jedem Hund den "Jagdinstinkt".